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Ratgeber · Für Eltern

Gefühle benennen lernen: 10 Spiele für Kinder ab 3 Jahren

Tony MikschVon Tony Miksch, Vater von drei Kindern und Gründer von Exis Kidsworld · aktualisiert am 01.10.2026
Das Wichtigste in Kürze
  • Kinder können ein Gefühl erst steuern, wenn sie ein Wort dafür haben.
  • Gefühle lernt man am besten im Spiel und in ruhigen Momenten, nicht mitten im Wutanfall.
  • Eltern sind das wichtigste Vorbild: Wer eigene Gefühle ausspricht, macht es dem Kind leicht.

Ein Dreijähriger, der sich schreiend auf den Boden wirft, ist nicht unerzogen. Ihm fehlen die Worte für das, was in ihm vorgeht. Je mehr Gefühle ein Kind benennen kann, desto seltener muss es sie mit dem ganzen Körper zeigen.

Spiele für die Kleinen ab 3 Jahren

  1. Gesichter raten: Du machst ein fröhliches, wütendes oder müdes Gesicht, das Kind rät. Dann wird getauscht.
  2. Gefühle im Spiegel: Gemeinsam vor dem Spiegel Grimassen ziehen und benennen.
  3. Wie geht es dem Teddy? Das Kuscheltier hat heute schlechte Laune. Was könnte passiert sein, und was hilft ihm?
  4. Gefühlskarten ziehen: Eine Karte aufdecken und zusammen überlegen, wann man sich so fühlt.
  5. Bilderbuch-Detektiv: Beim Vorlesen fragen: „Wie fühlt sich der Hase gerade? Woran siehst du das?“

Spiele ab 5 Jahren

  1. Gefühle-Pantomime: Ein Gefühl ohne Worte vorspielen, die anderen raten.
  2. Das Wetter in mir: „Bei mir ist heute Sonne mit ein paar Wolken.“ Ein Bild, das Kinder sofort verstehen.
  3. Gefühle malen: Welche Farbe hat Wut? Wie sieht Freude aus?
  4. Wo im Körper? Gemeinsam überlegen, wo man Aufregung spürt: im Bauch, in den Händen, im Hals.
  5. Die Abendfrage: „Was hat dich heute froh gemacht, was hat dich geärgert?“ Jeden Abend, auch für die Eltern.

Was im Wutanfall hilft

Mitten im Sturm lernt niemand. Bleib in der Nähe, sprich wenig und benenne nur, was du siehst: „Du bist richtig wütend.“ Wenn sich das Kind beruhigt hat, könnt ihr darüber reden, was passiert ist und was beim nächsten Mal helfen könnte.

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