Ratgeber · Gastronomie
Mehr Umsatz mit Familien: 8 Hebel für Restaurants und Hotels
- Familien füllen die frühen, sonst schwachen Stunden und bestellen für mehrere Personen.
- Ob eine Familie Dessert und ein zweites Getränk bestellt, hängt davon ab, wie lange die Kinder zufrieden sind.
- Zufriedene Eltern bewerten und empfehlen überdurchschnittlich oft.
Familien gelten in manchen Betrieben als anstrengende Gäste. Wirtschaftlich betrachtet sind sie das Gegenteil: Sie kommen um 17:30 Uhr, wenn das Restaurant noch leer ist, bestellen für vier oder fünf Personen und planen ihren Besuch im Voraus. Entscheidend ist, was in der Stunde am Tisch passiert.
1. Die frühe Schicht füllen
Bewerben Sie die Zeit zwischen 17 und 18:30 Uhr gezielt als Familienzeit. Der Tisch ist bis zum Hauptgeschäft wieder frei, und Sie machen Umsatz in einer Stunde, die sonst kaum etwas bringt.
2. Getränke und Kinderessen sofort
Wenn Getränke und das Kinderessen in den ersten Minuten auf dem Tisch stehen, entspannt sich die ganze Familie. Entspannte Eltern bestellen Vorspeisen.
3. Die Wartezeit gestalten
Zwischen Bestellung und Hauptgericht entscheidet sich die Stimmung. Kinder, die in dieser Zeit beschäftigt sind, bleiben sitzen. Kinder, die sich langweilen, sorgen dafür, dass die Eltern nach dem Hauptgang zahlen.
4. Dessert und zweites Getränk
Der Nachtisch ist die Bestellung, die bei Familien am häufigsten ausfällt. Er fällt nicht aus, weil niemand Lust hätte. Er fällt aus, weil die Kinder nicht mehr können. Zwanzig Minuten mehr Ruhe bedeuten oft eine weitere Runde.
5. Zusatzverkäufe für Kinder
Ein Rätselheft, ein kleines Spiel oder ein Mitbringsel sind Käufe, die Eltern gern machen, wenn das Kind gerade zufrieden ist. Solche Artikel lassen sich ohne eigenen Wareneinsatz anbieten, wenn ein Partner Ware und Abrechnung übernimmt.
6. Familienfeiern gewinnen
Wer mit den Kindern einen guten Abend hatte, denkt bei Taufe, Kommunion oder dem runden Geburtstag der Großeltern zuerst an Ihr Haus. Legen Sie ein Angebot für Familienfeiern bereit und sprechen Sie es an.
7. Bewertungen erfragen
Eltern suchen gezielt nach „kinderfreundlich“ und lesen Bewertungen anderer Eltern. Bitten Sie zufriedene Familien beim Abschied um eine Bewertung, am einfachsten mit einem QR-Code auf dem Tischaufsteller.
8. Wiederkommen belohnen
Eine Sammelkarte für Kinder kostet fast nichts und gibt dem Kind einen Grund, beim nächsten Mal wieder Ihr Restaurant vorzuschlagen. Bei der Frage „Wo gehen wir essen?“ haben Kinder mehr Stimmrecht, als viele Wirte annehmen.
Kurz-Check für Ihren Betrieb
- Gibt es ein Angebot für die frühe Familienzeit?
- Kommt das Kinderessen vor dem Essen der Erwachsenen?
- Haben Kinder in der Wartezeit etwas zu tun?
- Wird aktiv nach Dessert und Bewertung gefragt?
- Gibt es einen Grund, wiederzukommen?
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